Über mich
Kea Niedoba (*1999 in Erlangen) ist eine vielseitige junge Künstlerin, die als Solistin und im Ensemble in ganz Deutschland konzertiert. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt im Konzertfach, in dem sie solistisch bereits zahlreiche bedeutende Werke aufgeführt hat, darunter Bachs Johannespassion, sein Weihnachtsoratorium, diverse Bachkantaten sowie große oratorische Werke von Händel, Vivaldi, Telemann und Mendelssohn, ebenso wie zahlreiche Messen von Mozart, Haydn und Schubert, bis hin zu Uraufführungen und Musik des 21. Jahrhunderts.
Darüber hinaus gilt ihre besondere Leidenschaft dem Ensemblegesang, die sie u.a. im Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius), im Ensemble LauschWerk (Prof. Martin Steidler) und als freie Mitarbeiterin des SWR Vokalensembles pflegt. Außerdem war sie als Mitglied des Ensemble LauschWerk im Rahmen der Münchener Opernfestspiele 2023 an einer Produktion von G.F. Händels Semele an der Bayerischen Staatsoper beteiligt sowie 2024 an einer Produktion von O. Messiaens Saint François d’Assise beim Internationalen Musikfest Hamburg in der Elbphilharmonie.
Bühnenerfahrung sammelte sie in Produktionen der Opernschule der HfM Würzburg, beispielsweise in Inszenierungen verschiedener Szenen von C. Monteverdi, als Ascalax in G.P. Telemanns 'Orpheus', als Bianca in B. Brittens 'The rape of Lucretia' und als Eva in B. Martinus 'Komödie auf der Brücke'.
2022 gründete sie gemeinsam mit Philipp Steigerwald das Ensemble canto chiaro, das sich solistisch besetzt der Aufführungspraxis der Vokalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts verschrieben hat und für das sie auch künstlerisch-konzeptionell und organisatorisch maßgeblich verantwortlich ist. Ein besonderer Inspirationspunkt ist dabei die Auseinandersetzung mit der Musik komponierender Frauen. So widmet sich beispielsweise das Programm "Himmlische Sirenen" der quasi vergessenen Musik italienischer komponierender Nonnen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Das Ensemble trat unter anderem bei den 55. Würzburger Bachtagen, diversen Veranstaltungen der Ars Musica Aub sowie einer Hörprobe im Deutschlandfunk Kultur in Erscheinung und konzertierte im Herbst 2025 im Rahmen der Fringe Concerts beim Festival Oude Muziek Utrecht in den Niederlanden.
In der Spielzeit 2025/26 erhält das Ensemble ein Stipendium der Deutschen Orchesterstiftung.
Einen wichtigen Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit stellt zudem seit 2024 das gemeinsame Wirken mit dem asambura ensemble und polyLens vokal dar, die klassische Musik mit vielfältig kulturellen, interreligiösen und postmigrantischen Dialogperspektiven diversitätssensibel neu interpretieren, kontextualisieren und komponieren. Für diese Ensembles wirkt sie in leitenden Positionen konzeptuell, vermittlerisch und als Sängerin.
Sie begann ihre sängerische Ausbildung im Mädchenchor junge stimmen schweinfurt im Alter von 9 Jahren. Dort wirkte sie bei zahlreichen Konzerten, Konzertreisen und Wettbewerben im In- und Ausland sowie verschiedenen CD- und Rundfunkeinspielungen mit. Derzeit studiert sie im Master Konzertgesang bei Prof. Christianne Stotijn an der Hochschule für Musik Würzburg, ihr Bachelorstudium begann sie ebenda bei Prof. Martin Hummel.
Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Kursen bei u.a. Prof. Bork-Frithjof Smith, KS Brigitte Fassbaender, Xavier Sabata, Marc Mauillon und Gotthold Schwarz.
Kea Niedoba wird gefördert durch das Deutschlandstipendium, ist Stipendiatin von Yehudi Menuhin Live Music Now Franken e.V., des Richard-Wagner-Verbandes Würzburg sowie des MozartLabors Konzertdesign im Rahmen des Mozartfestes 2025/26.
Pressestimmen
"Kultiviert und edel füllt Kea Niedobas wohlklingender, kräftiger Alt den Kirchenraum."
Ursula Düring, Main Post, 23.02.2023
Gründungskonzert des Ensembles canto chiaro
"Warm und strahlend wurde da gesungen, emotional, ergreifend, stimmlich fokussiert, bei klarster Diktion und durchsetzungsstark auch an den kraftvollsten Stellen."
Elke Tober-Vogt, Schweinfurter Tagblatt, 20.3.2023
Bach - Missa in G-Moll und Himmelskönig, sei willkommen
"Die Solisten des Konzerts zeigten sich hervorragend aufgelegt. Sie werden in der Johanniskirche und auch bundesweit zurecht sehr gerne gehört. Sie setzten stimmliche Glanzpunkte mit Arien wie "Bereite dich Zion" (Alt) [...]."
Karl-Heinz Jung, Main Post, 15.01.2025
Bach - Weihnachtsoratorium